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5 Tipps, wie du schnell und einfach online sichtbar wirst

By 19. Mai 2020 No Comments

Stell dir vor, es ist Corona, und keiner kommt mehr in deinen Laden! Vor ein paar Monaten wären solche Gedanken direkt als düstere Fantasie eines Science-Fictions-Liebhabers abgestempelt worden. Mittlerweile ist dieses Szenario bittere Realität geworden. Für kleine Ladenbesitzer und Dienstleister vor Ort, die bis dato hauptsächlich im direkten Kontakt mit Kunden standen, bedeutet diese Phase einen finanziellen Schock.

  • Was dir jetzt hilft?

Im ersten Schritt hast du vielleicht die Förderungen und Hilfen beantragt, mit denen du erstmal über die Runden kommst. Wenn du das noch nicht getan hast, empfehle ich dir die einzelnen Seiten der Länder sowie der kfW-Bank. Auf diesen findest du alle Anträge, Hilfestellungen und Ansprechpartner.

  • Und was kommt danach?

Ist der Schock erstmal verdaut, solltest du dein bisheriges Geschäftsmodell überdenken. Wenn deine Kunden nicht mehr zu dir kommen können, solltest du sie auf anderem Weg erreichen. Jetzt ist es Zeit, dich und dein Angebot online zu zeigen. Egal ob du eine Dachdeckerfirma, einen Gartenlandschaftsbau oder eine kleine Boutique hast. Mit einer Online-Präsenz erreichst du deine Kunden direkt.

Das ist gar nicht schwer! Du brauchst dafür etwas Zeit und Geduld, die sich am Ende aber für dich auszahlt. Hier gebe ich dir Tipps mit, wie du online dein Angebot präsentierst und die ersten Schritte in die digitale Welt wagst.

  • Was du dafür benötigst?

Etwas Zeit, etwas Geduld und ein internetfähiges Gerät, mit dem du arbeiten kannst.

  • Für wen diese Tipps geeignet sind?

Für Dienstleister und kleinere Unternehmen, die bisher nur offline vertreten waren und Anfänger im Online-Business sind. Wenn du bereits eine Online-Präsenz hast, dann kann ich dir mit wertvollem Content für deine Webseite helfen. Als professionelle Texterin schreibe ich dir Webseitentexte, mit denen du mehr Kunden generierst.

 

5 Tipps, wie du online sichtbar wirst

 

1) Lokale Branchenverzeichnisse:

Ein Eintrag in lokalen Branchenverzeichnissen ist kostenlos und hilft dir dabei, dein Unternehmen online sichtbar zu machen. Denn bei der Registrierung gibst du nicht nur Namen und Adresse an. Bei einigen Verzeichnissen kannst du deine Branche, dein Angebot und teilweise sogar Keywords eintragen. Das hat den Vorteil, dass Kunden aus deinem regionalen Umfeld auf der Google-Suche nach einer bestimmten Dienstleistung oder Produkt auf dich stoßen, wenn deine Angaben mit den Suchkriterien übereinstimmen. Für den Eintrag musst du keine eigene Webseite haben!

Folgende Punkte solltest du beachten:

  • Es lohnt sich, Einträge in mehreren Branchenverzeichnissen
  • Die Angaben in jedem Verzeichnis sollten identisch sein (keine unterschiedlichen Telefonnummern, Namen oder Schreibarten verwenden).
  • Nach der Registrierung kannst du jederzeit deinen Eintrag verwalten, um zum Beispiel Bilder, die URL deiner neuen Webseite oder ähnliches hinzuzufügen.
  • Teilweise wirst du ein paar Tage später von Mitarbeitern angerufen, die dir ein Upgrade verkaufen möchten, was deine Sichtbarkeit im Netz (angeblich) noch mehr erhöht. Das kannst du natürlich annehmen, wenn du möchtest. Es ist auch vollkommen ok, wenn du dankend ablehnst. Dein Account bleibt weiterhin erhalten.
  • Setze dich mit den jeweiligen Einstellungen der Verzeichnisse auseinander. Teilweise kannst du regionale Einschränkungen machen oder die Sichtbarkeit auf bestimmte Personenkreise konzentrieren.

Hier findest du einige lokale Branchenverzeichnisse, in denen du dich kostenlos registrieren kannst:

Zusätzlich kannst du dein Unternehmen oder deine Firma auf der Homepage deiner jeweiligen Stadt oder Region eintragen, wenn sie dieses anbieten. Außerdem lohnt es sich, dein Unternehmensprofil auf anderen Verzeichnissen anzulegen. Im kreativen Bereich kenne ich zum Beispiel dasauge.de oder Twago.de. Letzteres ist ein Jobvermittlungsportal, das es auch für viele anderen Branchen gibt. ´

Wie der Name schon verrät, sind lokale Branchenverzeichnisse für lokale Unternehmen interessant. Doch auch wenn du deutschlandweit arbeitest, steigern die Einträge deine Sichtbarkeit.

 

2) Social Media: Facebook, LinkedIn, Twitter, Tiktok, Instagram, Pinterest

Über die sozialen Medien trittst du ab dem ersten Post in die digitale Öffentlichkeit. Ich empfehle dir, Firmen-Accounts in einem oder allen oben genannten Medien anzulegen und dich und dein Angebot dort zu präsentieren.

 

Tipps für Social-Media-Anfänger:

  • Überlege dir, welche Social Medias deine Kunden nutzen und melde dich dort an.
  • Poste regelmäßig auf deinem Account.
  • Schreibe kurze, knackige Texte.
  • Füge sympathische Fotos ein – von dir, dem Unternehmen, deinem Angebot.
  • Zeige dich auch in Gruppen, in denen sich deine Kunden aufhalten.
  • Poste wertschätzend und freundlich.
  • Ich empfehle dir, auf politische oder gesellschaftliche Meinungsäußerungen in Kommentaren oder Posts zu verzichten. Denn auch in der Gegenseite befinden sich deine Kunden, die du unter Umständen mit bestimmten Statements vertreibst.
  • Achte auf eine korrekte Rechtschreibung.

Auch diese Möglichkeit ist kostenlos und bringt dich online näher an deine Kunden. In vielen Social Medias kannst du dein Unternehmen oder deine Tätigkeit näher beschreiben, ohne dafür in eine neue Webseite zu investieren.

Sprich mit deinen Kunden über verschiedene Social-Media-Kanäle

Sprich mit deinen Kunden über verschiedene Social-Media-Kanäle

 

3) Foren und Portale: Frag-mutti.de, gutefrage.net etc.

Wenn mal wieder das Rohr verstopft ist, die Haare zu Corona-Zeiten selbst geschnitten werden müssen oder das Zimmer tapeziert werden soll, dann fragen deine Kunden in Foren und Frage-Portalen nach. Sie möchten Tipps, wie sie am besten vorgehen, worauf sie achten sollen usw. Hier kommst du ins Spiel:

Du registrierst dich (auch das ist kostenlos) und beantwortest wertschätzend und kompetent die Fragen deiner möglichen Kunden. Besonders hilfreiche Antworten werden dankbar aufgenommen und von den Lesern mit Aufmerksamkeit honoriert.

Vorteilhaft ist, dass dein Profil ausführlich ausgefüllt ist, damit Leser erkennen, dass hinter dir ein auf diese Frage spezialisiertes Unternehmen steckt. Im besten Fall präsentiert Google bei passender Suchanfrage deine Antwort oder ein Leser kommt mit einem Auftrag auf dich zu.

 

4) Unternehmenseintrag in Suchmaschinen

Ergänzend zu deinen Eintragungen in den lokalen Branchenverzeichnissen kannst du dein Unternehmen bei den Suchmaschinen registrieren. Bing und Google bieten Businessseiten an, die du kostenlos nutzen kannst:

In beiden Fällen lohnt sich ein ausführlicher Eintrag. Ähnlich wie bei den Branchenverzeichnissen kannst du deine Unternehmensdaten eintragen. Zusätzlich kannst du auch Fotos hinzufügen und genauere Angaben zu deinem Angebot machen oder besondere Aktionen anpreisen.

 

5) Eigene Website

Mit einer eigenen Webseite kannst du dich umfangreich vorstellen, Neuigkeiten präsentieren und im besten Fall Kunden anlocken, die dich direkt kontaktieren.

Die Arbeit an einer eigenen Website ist allerdings zeitintensiv. Trotzdem solltest du dieses Projekt in Angriff nehmen, um von deiner lokalen Präsenz unabhängig zu werden. Bevor du direkt startest, rate ich dir zu einem Brainstorming, indem du alle Gedanken rund um deinen Online-Auftritt sammelst. Wähle einen Namen aus, überlege dir ein Design und eine grobe Struktur. Schau dir auch ruhig andere Websites an. Es kann hilfreich sein, Punkte aufzuschreiben, die dir dort besonders gut gefallen. Nun kannst du mit WordPress, Jimdo oder einem anderen Baukastensystem selbstständig deine Webseite erstellen oder diese Arbeit in fremde Hände legen.

Ich hoffe, dass dir diese Tipps helfen, die ersten Schritte online zu gehen. Alle hier genannten Tipps kannst du kostenlos selbst umsetzen. Vielleicht hast du noch weitere Ideen, wie und wo du dein Unternehmen online präsentieren kannst? Schreibe diese gern in die Kommentare!

 

 

Bildquelle:

Geschäft: Pixabay; RyanMcGuire

Social Media: Pixabay; geralt